Was derzeit als „Stimme der Menschen“ von einer „Alternative für ganz Lautertal“ verkauft wird, ist in Wahrheit ein altbekanntes Muster: rechte Populisten gehen auf Stimmenfang – mit großen Worten, viel Pathos und auffallend wenig Substanz. Wer die Arbeit des Gemeinderats in Lautertal über Jahre hinweg verfolgt hat, weiß: Dieses Gremium war nie eine Bühne für persönliche Eitelkeiten oder Dauerstreit. Es wurde diskutiert, ja. Unterschiedliche Meinungen? Selbstverständlich. Aber Streitereien? Blockaden? Chaotische Zustände? Nein. Die Zusammenarbeit war konstruktiv, sachlich und von gegenseitigem Respekt geprägt. Genau so funktioniert kommunale Demokratie. Und nun wird plötzlich suggeriert, es habe an Verantwortung, an Bürgernähe, an Klarheit gefehlt. Frech ist die Behauptung die Kandidaten mit der Gans sind die einzigen, die die Belange der Menschen in den Mittelpunkt stellen. Wirklich? Woher kommen diese Behauptungen? Wer regelmäßig eine Gemeinderatssitzung besucht hat, weiß, wie intensiv dort um Lösungen gerungen wird. Oder basiert diese Kritik auf Hörensagen – oder auf der bewährten populistischen Methode, erst ein Problem herbeizureden, um sich anschließend als Retter zu inszenieren? Das Muster ist durchschaubar: Man stellt sich als einzige „wahre“ Vertretung der Bürger dar und zeichnet gleichzeitig ein Zerrbild der bisherigen Arbeit. Das ist kein konstruktiver Politikstil. Das ist kalkulierte Stimmungsmache. Rechte Populisten leben davon, Misstrauen zu säen – gegen etablierte Strukturen, gegen gewachsene Zusammenarbeit, gegen das demokratische Miteinander.
Dabei war Lautertal in den vergangenen Jahrzehnten gerade kein Ort ideologischer Grabenkämpfe. Hier wurde pragmatisch entschieden. Sachorientiert. Parteigrenzen spielten immer eine untergeordnete Rolle, wenn es um das Wohl der Gemeinde ging. Genau dieses Klima wird nun bewusst infrage gestellt. Man muss sich ernsthaft fragen: Welche konkrete Erfahrung steckt hinter den dramatischen Andeutungen? Welche belegbaren Beispiele gibt es für das gezeichnete Krisenszenario? Oder handelt es sich schlicht um das bekannte Spiel mit Emotionen, mit gefühlten Wahrheiten statt überprüfbaren Fakten? Wer Politik auf diese Weise betreibt, setzt nicht auf Zusammenhalt, sondern auf Spaltung. Jede Stimme für eine solche Strategie stärkt nicht die konstruktive Gemeindearbeit, sondern verschiebt den Ton – weg vom Miteinander, hin zum Gegeneinander. Und wer mit pauschalen Vorwürfen arbeitet, fördert kein Vertrauen, sondern soziale Kälte. Lautertalerinnen und Lautertaler: Schauen Sie genau hin. Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen. Demokratie lebt von Engagement, von Respekt und von ehrlicher Sacharbeit – nicht von Schlagworten, die mehr Nebel als Inhalt produzieren. Lautertal braucht keine Empörungskampagnen. Lautertal braucht Verlässlichkeit, Anstand und Verantwortung. Dafür steht die SPD.